07.08.2016

Besucher halten Crange die Treue

Bilanz der ersten Tage der 581. Cranger Kirmes: Bis zum Sonntagabend werden etwa 1,1 Millionen Besucher erwartet. Die Schausteller-Präsidenten zeigen sich „höchst zufrieden“. Polizei spricht von einem „unauffälligen und ruhigen“ Verlauf.

„Wir sind sehr zufrieden. Die Stimmung auf dem Platz ist ausgelassen und auch das Wetter zeigt sich von seiner besseren Seite.“ Dieses Fazit zog am Sonntagmittag „Kirmesdezernent“ Johannes Chudziak nach zweieinhalb Tagen Cranger Kirmes. Bis zum Sonntagabend rechnen die Veranstalter mit etwa 1,1 Millionen Gästen auf dem Rummelplatz am Rhein-Herne-Kanal. Die Stadt Herne als Veranstalter sowie Polizei, Feuerwehr und DRK sprachen bisher von einem ebenso „guten wie normalen“ Verlauf  des größten Volksfestes in NRW, das vor der Kirmes aktualisierte Sicherheitskonzept „hat sich bewährt“, so Chudziak. Die 581. Cranger Kirmes, am Freitag, 5. August, eröffnet, dauert noch bis zum Sonntag, 14. August.

Johannes Chudziak erwähnte am Sonntag in einem Pressegespräch zudem den „tollen Festumzug“ am Samstag mit etwa 100.000 Besuchern: „Da hat es sich wieder eindrucksvoll gezeigt, dass wir hier ein echtes Volksfest feiern. Die Bürgerinnen und Bürger lieben und leben Crange.“ Ein Satz, den gestern Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schausteller-Bundes, ganz dick unterstrich: „Hier auf meiner Lieblingskirmes herrscht ein wahres Wir-Gefühl. Die Besucher halten uns die Treue, daher sind wir mit den ersten Tagen auch höchst zufrieden.“ Zum Thema „Umsätze“ äußerte sich Hans-Peter Arens, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V.: „Der Umsatz ist immer abhängig vom Wetter. Ist es heiß, gewinnen die Ausschank-Betriebe. Ist es normal, so wie bisher hier in Crange, dann profitieren Fahr- und Imbissgeschäfte. Uns hat nur leider der kräftige Schauer am Samstag zwischen 18 und 19 Uhr den Umsatz etwas getrübt.“

Das geänderte Kirmesbild auf dem Platz ist, so Eduard Belker, Abteilungsleiter im Fachbereich Öffentliche Ordnung und Sport, bisher gut angenommen worden: „Da wir ein Großfahrgeschäft mehr haben als sonst, musste die Wildwasserbahn an einen anderen Platz. Zudem wollen wir unseren Besuchern ja auch immer etwas Neues bieten.“

Die Polizei bewertete die ersten Kirmestage als „unauffällig und ruhig“. Uwe Hillen von der Cranger Kirmeswache: „Wir hatten bisher, Stand Sonntagmorgen, etwa 100 Einsätze. Vorbildlich war das Verhalten beim Kirmesumzug. Da gab es überhaupt keine Vorkommnisse.“ Die verstärkte Polizeipräsenz auf dem Platz wird von den Besuchern „gut angenommen“, ebenso die stichprobenartigen Kontrollen von Taschen und Rücksäcken. Johannes Chudziak: „Diese Kontrollen wurden bisher von allen Besuchern akzeptiert. Ich glaube, dass sie dadurch auch ein sicheres Gefühl bekommen.“

Feuerwehr: „Absolute Durchschnittswerte“

„Normal“ – so kennzeichneten auch die Herner Feuerwehr sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die ersten Kirmestage. „Am Freitag hatten wie 16, am Samstag 13 Einsätze. Das sind absolute Durchschnittswerte“, bilanzierte die Feuerwehr, die auch den Einsatz der Notärzte koordiniert. Das DRK sah es ähnlich: „Bis zum Sonntagmorgen gab es von uns  108 Hilfeleistungen. 29 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, 79 konnten auf unserer Wache versorgt werden“, so Rainer Weichert. Zu den letzteren Hilfeleistungen gehörte nicht nur die Versorgung von fünf Insektenstichen, sondern auch ärztliche Hilfe für einen Kirmesbesucher, der sich am Stand „Hau den Lukas“ wohl etwas übernommen hatte …

Die 581. Cranger Kirmes dauert noch bis zum Sonntag, 14. August. Am Mittwoch, 10. August, gibt es einen Familientag mit attraktiven Preisangeboten, am Sonntag endet die Kirmes mit einem Höhenfeuerwerk.