von Katrin Brodherr
Als Crange-Neuling gibt es auf der Kirmes ja viel zu bestaunen: nicht nur die Karussells - auch die Hinterhöfe. Private Biergärten haben sich dort etabliert, betrieben zum Teil von ganzen Hausgemeinschaften an der Haupt- oder der Dorstener Straße. Legendär, hatten die Kollegen geschwärmt. Also nix wie hin. Und der Abend wird mir noch lange in Erinnerung bleiben - vor allem wegen der Cranger Schnäpse: Kirmestropfen, Gummibärchenschnaps oder Immer Tofte, der „Herrenlikör” bei Willy Klein. Ich habe sie alle probiert. Lecker! Schluss war für mich erst im Cranger Biergarten direkt am Friedhof - Spitzname: Lustige Leiche. Und heute früh, am Morgen danach, ist der Name für mich Programm. Zumindest teilweise. Denn lustig bin ich nun wirklich nicht. Meinen Humor habe ich in der Nacht wohl auch den Wasserwerken übergeben.

Manchmal haben wir Journalisten es richtig gut: So dürfen wir in Crange schon vor der offiziellen Eröffnung auf die Karussells. Zum Beispiel auf den Star Flyer - das größte reisende Kettenkarussell der Welt. Was mich völlig erstaunt: Die meisten Kollegen kneifen. Nur ein Redakteur von der Kirmesrevue und ich trauen uns.
Ich sitze an meinem Schreibtisch, schaue auf meine Uhr und es ist kurz vor Crange. Dabei stelle ich fest, dass der Volksmund schon sagt: “Liebe geht durch den Magen!”