26. Juli 2010
von Birgit Stegemann
Ich sitze mal wieder an meinem Schreibtisch, schaue auf meine Uhr und es ist kurz vor Crange. Sechs Jahre ist es jetzt her, dass ich mitten in ein „altes Klempnerherz” getroffen habe. Mein heutiger Ehemann und ich waren noch kein Jahr zusammen, da war mal wieder Kirmes auf Crange. Frisch Verliebte haben Ideen und so trieb es mich auf der Kirmes zum Herzlmacher. Ich ließ für meinen Herzallerliebsten ein Lebkuchenherz mit dem 3-Worte-Bekenntnis und seinem Namen fertigen. Tagsüber telefonierte ich mit ihm und kündigte eine kleine Überraschung an. Seine Antwort war: „Ich weiß schon, was es ist.” Ein bisschen enttäuscht war ich schon.
Abends kam mein Mann sehr spät nach Hause. Das Herz hatte ich in der Küche auf seinen Essplatz gelegt. Als er es sah, rief er triumphierend: „Wusste ich es doch!”
Doch dann las er, was auf dem Lebkuchenherzen stand, nämlich sein Name. Eben kein Herz von der Stange. Als er mein Herz bekommen hat, hat er ja auch keines von der Stange erhalten. Aber bei ihm hatte ich wohl mitten ins Schwarze getroffen. Er war ganz gerührt.
Vielleicht überraschen Sie Ihre Lieben auch einmal mit einem so individuellen Geschenk von der Cranger Kirmes.
Schlagworte: Crange, Geschenk, Herz
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22. Juli 2010
von Katrin Brodherr
Ich war noch nie auf der Cranger Kirmes. Also noch nie so richtig – soll heißen: länger als 30 Minuten. Ein Charakterfehler. Sicher. Aber zu meiner Verteidigung: Ich arbeite dran und werde in diesem Sommer alles nachholen.
Immerhin: Eine halbe Stunde war ich ja mal auf Crange. Das war 1978 oder 79. Jedenfalls in dem Jahr, in dem es im Revier zuletzt genauso tropisch war wie in diesem Sommer. Und deshalb zählte nur eines: Abkühlung.
Meine Schulfreundin Sabine und ich fuhren immer nur im Happy Sailor – mit viel Fahrtwind und zum Abschluss einer kühlen Dusche aus dem Springbrunnen in der Mitte. Super. Für etwa fünf Runden. Dann gab ich meine eigene Version von „Der Exorzist” zum Besten. Kein schöner Anblick. Ich schwöre noch heute: Ich war im Gesicht genauso grün wie Linda Blair im Filmoriginal!
Dieses Jahr aber wird alles anders. Ich bin ja jetzt nicht mehr elf, sondern … nun ja, sagen wir einfach: Ich bin reif für mein erstes Mal.
Schlagworte: Happy Sailor, Kirmespremiere
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22. Juli 2010
Von Birgit Stegemann
Ich sitze an meinem Schreibtisch, schaue auf meine Uhr und es ist kurz vor Crange. Dabei stelle ich fest, dass der Volksmund schon sagt: “Liebe geht durch den Magen!”
Das meinte mein Mann auch, als wir uns kennen lernten und er zu mir zog. Für mich alleine habe ich ja gar nicht gekocht. Dafür hatte der liebe Gott doch Imbissstuben und Köche in die Welt gesetzt.
Meine Liebe zur Kirmes geht auf jeden Fall durch den Magen. Alkohol und Fahrgeschäfte muss ich mir immer noch mal durch den Kopf gehen lassen. An der Kirmes liebe ich die kleinen Leckereien. Mmmhhh, die leckeren Erdbeerspieße mit weißer Schokolade oder die Weintrauben mit Zuckerguss. Dann die Champignons mit Knoblauchsoße und das Brezel mit Schweizer Käse. Zwischendurch noch ein Kirmeseis oder gebrannte Cashewkerne. Eine meiner Lieblingskolleginnen kam mit belgischen Pommes und Erdnusssoße an. Da läuft mir jetzt schon das Wasser unter der Brücke zusammen.
Da gibt es nur ein kleines Problem. Nein, nicht was Sie jetzt denken. Ich habe keine Gewichtsprobleme!!! Ich bin einfach nur zu klein für meine Figur.
Schlagworte: Schlemmen
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21. Juli 2010
Von Greta Holthus
Montagabend war ich mit einer Freundin auf dem Kirmesplatz. Weil so schönes Wetter war, sind wir mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Auf der Dorstener Straße standen die ersten Wohnwagen. Die haben uns neugierig gemacht. Und tatsächlich, die ersten Schausteller bauen auf. An der Kanalseite haben wir sogar eine ritterliche Bratwurst und ein Mineralwasser bekommen. Es schmeckte herrlich, so mit Blick auf den Kanal. Von Kirmes kann zwar noch keine Rede sein, aber einen ersten Hauch davon nimmt man schon wahr.
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21. Juli 2010
Von Tibo Zywietz
Vor nicht sehr langer Zeit endete die Fußball-Weltmeisterschaft mit einem grandiosen dritten Platz der deutschen Nationalmannschaft. Jeder Mensch hat in dieser Zeit wieder diese große Euphorie verspürt. Der Opa schmückte seine Gartenlaube mit Deutschlandfahnen, Papa saß im Trikot vor dem Fernseher und feuerte seine Mannschaft an. Ganz zu schweigen von den Millionen Menschen, die sich auf den Fanmeilen in ganz Deutschland eingefunden haben.
Diese Euphorie findet sich jedoch nicht nur beim Volkssport Nummer 1 der Deutschen, sondern auch in Herne und Umgebung, während der Cranger Kirmes. In der Nähe des Kirmesplatzes herrscht schon heute eine ganz spezielle und besondere Atmosphäre, die man einfach nur hier erfahren kann. Einige Gastronomiebetriebe haben ihre Pforten für Besucher geöffnet und auf dem Kirmesplatz finden sich zahlreiche Menschen ein, welche dem bunten Treiben der bereits anwesenden Schausteller zusehen.
Zudem sehe ich auf den Straßen auch immer mehr Fahrzeuge mit Fahnen der Cranger Kirmes. Der etwas andere Schmuck für das Auto - mit dem berühmten Windmühlenmotiv - ist in allen Vorverkaufsstellen fast restlos ausverkauft. Hier gilt die Devise: Volksfest statt Volkssport!
Schlagworte: Autofahne, Fußball-WM
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20. Juli 2010
Von Silke Bender
Kürzlich war ich ein paar Flittertage lang in Österreich. Zwischen den Bergen bestes Wetter. Blauer Himmel, versprenkelt ein paar zarte Wölkchen. Zwischen ihnen immer mal wieder ein bunter Punkt: an Paragliding-Schirmen hängende Menschen, die ganz ruhig und ach so sanft zu Boden gleiten nach ihren Runden am Firmament.
Sollen wir? Funkeln in beiden Augenpaaren. Machen wir.
Nicole und Jo werden unsere Flugbegleiter. Ich muss mit Jo den Anfang machen. Das Herz klopft. Immer entspannt bleiben, sage ich zu mir selbst, was bist du alles auf Crange schon geflogen bzw. gefahren, da wirst du diesen Gleitschirmausflug wohl auch schaffen!
Am steilen Hang auf einer Höhe von etwa 2.000 Metern greift sich der Wind unseren Schirm. Jo und ich laufen los, werden emporgehoben - und sitzen schon in der Luft. Es ist so still hier. Kein Fluglärm, kein Windrauschen. Kein schützendes Blech um uns herum. Pure Natur. Bergmassiv und Wald. Ich ziehe meine Kreise wie ein Vogel. Ein Vogel in Tirol.
Wie gut, dass die Kirmes bald beginnt. Ich will wieder in die Luft!
Schlagworte: Paragliding
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20. Juli 2010
Von Birgit Stegemann
Ich sitze an meinem Schreibtisch, schaue auf meine Uhr und es ist kurz vor Crange. Heute hat mein Ecki Geburtstag. Was schenkt man einem Mann, der eigentlich alles hat und angeblich nichts braucht? Mein Herz hat er ja schon. Was nicht in seinem Besitz ist, kann ich mir leider auch nicht leisten. Ich habe ja das Gelübde der ewigen Armut bei der Stadt Herne abgelegt.
Selber mag ich nicht SOS (Schlips - Oberhemd - Socken) verschenken und nach ein paar Jahren Beziehung gehen langsam die Ideen aus. Ich müsste jetzt die Wiederholungsschleife aktivieren.
Doch es ist ja kurz vor Crange! Eine meiner Lieblingskolleginnen hat ein gute Idee (hätte glatt von mir sein können). Mein Mann fährt zwar nicht mit einem Karussell, aber er schlemmt gern (Belgische Pommes spezial und gebrannte Cashewkerne). Also, muss ein Schlemmerpass her. Schlemmerpass sorgt für Schlemmerspaß. In meinen Schreibtischtagträumen bummeln wir dann mit dem Schlemmerpass über die Kirmes und ach, wie praktisch, habe ich gleich auch was von meinem Geschenk. Schließlich teile ich ja auch alles mit ihm. Geteiltes Leid - halbes Leid, und geteilte Freude - doppelte Freude.
Verschenken Sie doch auch einen Bummelpass, vielleicht haben Sie Glück und der Beschenkte teilt auch mit Ihnen!
Schlagworte: Geburtstag
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14. Juli 2010
Von Greta Holthus
Gehste mit auf Crange,
auf eine kultige Kirmes.
Wir kühlen uns ab mit prickelndem Prosecco
und blubberndem Bier.
Es gibt leckeren Lebkuchen
und brutzelnde Bratwurst.
Danach essen wir eine glitschige Gurke
und kühlendes Kirmeseis.
Wir zwei zusammen in einer gruseligen Geisterbahn.
Oder magst du lieber das klirrende Kettenkarussell?
Zwischendurch geht es ins bayerische Bierzelt.
Du bekommst von mir lustige Lose
und poppige Plastikblumen.
Zum Schluss fahren wir mit dem riesigen Rad
und haben den schönsten Blick über ein wonniges Wanne-Eickel.
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14. Juli 2010
Von Silke Bender
Der Kirmesplatz in Crange - inzwischen wieder vom Public Viewing befreit - ist heute Nachmittag / Abend, also genau jetzt, Schauplatz von Filmaufnahmen. Die “Westside Filmproduktion” aus Köln ist angereist und dreht Szenen für den Kinofilm “Vorstadtkrokodile 3″.
Klingelt es da noch oder schon wieder? 1977 eroberten die Vorstadtkrokodile als Fernseh-Zweiteiler und Verfilmung des gleichnamigen Buches von Max von der Grün (1926 - 2005) die Herzen einer Kindergeneration. 2008 wurde der TV-Klassiker fürs Kino neu verfilmt, 2009 folgte Teil 2, nun Teil 3.
Hauptdrehorte des neuen Kult-Streifens sind ein Gefängnis in Recklinghausen und ein Hochhaus in Bochum. Die Filmcrew wollte für weitere Aufnahmen im Ruhrgebiet bleiben - und fand den freien Cranger Kirmesplatz inmitten ansonsten dichter Besiedelung. “Das ist genau, was wir brauchen”, dachte sich Jan Beek von der Produktionsfirma und organisierte alle notwendigen Genehmigungen. Crange ist eben für alles gut!
Schlagworte: Dreharbeiten, Vorstadtkrokodil
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14. Juli 2010
Von Christoph Hüsken
Gerne schaue ich auf der Kirmes zu, wie sich in meinen Augen todesmutige Zeitgenossen auf den spektakulären Karussells durch die laue Cranger Sommerluft wirbeln lassen, wie sie Überschläge überstehen und die Rotationen genießen. Ich gestehe: Ich bin kein Fahrgeschäfte-Fahrer (mehr) und glaubwürdigen Zeugenaussagen zufolge bin ich es auch als Kind nur in begrenztem Maße gewesen. Aber bei den Karussells zugeschaut habe ich schon immer gerne. Daran musste ich erst neulich in einem riesigen Supermarkt denken - und zwar in der Obst- und Gemüseabteilung. Zwei Damen waren dabei, sommerliches Obst abzuwiegen, genaugenommen abwiegen zu lassen. Das sollte eine vollautomatische Waage erledigen, die nicht nur das Gewicht der aufgelegten Ware erkennt, sondern auch gleich Vorschläge macht, ob sie jetzt Masse und Preis von Kiwis, Bananen oder gar Pastinaken ausspucken soll. Nur spielte die Technik nicht mit. Die Versuche der beiden das Gerät dazu bringen, zu tun, wozu es bestimmt ist, waren rührend und sympathisch - aber erfolglos. Kurzzeitig schaute ich den Einkäuferinnen zu, wie den Karussellfahrern auf Crange. Dann rief ich mir aber die so genannte gute Kinderstube in Erinnerung und bot meine Hilfe an, denn schließlich ist eine widerspenstige Supermarktwaage kein Fahrgeschäft und auch ich hatte zu wiegendes Gemüse im Einkaufswagen liegen.
Schlagworte: Karussell, Supermarkt
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